Anästhesie bei Schrittmacher /ICD

3.11. Anästhesie bei Schrittmacher /ICD#

Mögliches Problem

elektromagnetische Interferenzen beim Kautern (langandauernd, kontinuierlich) ICD glaubt tachykarde Rhythmusstörung und löst Schock aus. Der SM glaubt Eigenschläge und paced nicht mehr = Bradykardie oder Asystolie bei absoluter SM-abhängigkeit.

OP-Planung

Wenn möglich RA. Bipolares Kautern, Kauterplatte weit weg vom SM, geringstmögliche Energie, kurze Burst mit nachfolgender Pause, Thorax-OP auf asynchronen Modus umprogramieren oder Magnet auflegen, EKG und Arterie zur Rhythmuskontrolle, Defi bereitstellen. Auflagemagnet und Kontaktnummer der Kardiologie bereitlegen, Defi/PM-Ausweis bereithalten, Info/Checkliste für das gesamte OP-Personal, Legen einer Arterie zur Pulskontrolle (EKG oft gestört) oder Finger am Puls.

CAVE

Lysthenon mit Fascikulationen und Shivering können ebenfalls triggern!

Vorgehen bei intraoperativen Rhythmusstörungen
  • Beenden der elektromagnetischen Interferenzen!

  • Bradykardie/Asystolie: Atropin, Magnet auflegen, externer SM nach CPR

  • Tachykardie/VT/Kammerflimmern: bei ICD Magnet entfernen – Schock? -externer Defi CPR (Paddels anterior posterior kleben), bei SM Magnet auflegen!!!

Magnet

verändert PM-Programm auf einen asynchronen Modus ohne Sensing mit fixer HF und schaltet die Schockfunktion des ICD aus.

Postoperativ
  • SM-KO bei thorakalen Kautern, intraoperativem Defi-Einsatz, präop. Umprogram., Va. Fehler

  • EKG-Kontrolle

Indikation für SM

SSS, AV-Block IIb+III, kong. Herzfehler, ICD bei Arrhythmien und HOCM, CRT bei Herzinsuffizienz und Dyssynchronisierung

Typen

unipolar (große Spikes) und bipolar (kleine Spikes) Bsp: DDDR

  • 1 Buchstabe: Pacing/stimul. A/V/D (V+D linksschenkelblockartiges Bild)

  • 2 Sensing (P+R-Zacke soll der SM erkennen)

  • 3 Reaktion auf Eigenimpuls: 0 keine Inhibieren D triggern+inhibieren

  • 4 Frequenzanpassung (Aktionssensor, Impetanz, Atmung, QT)

Funktionsstörung

Störung der Reizschwelle (Spikes fehlen, kein Komplex nach Spike), under/oversensing der Eigenimpulse, Generatorfunktionsstörung. Sondendislokalisation/bruch, end of life, Vernarbungen mit Stimulationsfluss-Störungen.

MRT

thermische Schäden, Störung von pacing und sensing, Generatorfunktionstörung sind möglich. Daher SM ausschalten und bei absoluter SM-abhängigkeit umprogramieren auf asynchronen Modus/ Sure scan; EKG+Pulsoxy+Reanimationsteam mit Defi!!

CRT

bei reduzierter Linksventrikulärer EF und Dyssynchronisierung. Der Magnet deaktiviert die tachyarrhythmische Funktion, der SM und die CRT-Funktion bleiben erhalten.