Neurochirurgie

5.1. Neurochirurgie#

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Fig. 10 Mayfield-Zange#

  • Keine Prämedikation, da durch Hypoventilation es zu einem paCO₂-Anstieg mit einem ICP-Anstieg kommt.

  • Tubus gut fixieren!

  • Großlumige Zugänge! (PTZ > 70%, Thrombos > 100000)

  • Kontrollierte Hyperventilation

  • Restriktive Volumengabe, Mannitol bei Bedarf (= hyperton zur Ödemtherapie, Hirndrucksenk.)

  • Bei Tumorkraniotomie ev. 20 mg Dexamethason und Mannitol vor Duraeröffnung. Zur Behandlung des vasogenen Hirnödems bei Hirntumoren wird 12–16 mg Dexamethason/Tag unter Magenschutz gegeben.

  • TIVA, Sevo < 0,7 MAC (darüber cerebrale Vasodilatation), ev. Barbiturate, + Ultiva (analgesiebasierte Narkose!)

  • Ultiva erhöhen beim Einspannen in die Mayfield-Zange. Der Patient darf sich nicht bewegen bis die Zange wieder entfernt ist!

  • Keine hypoosmolaren Flüssigkeiten, auf Diabetes Insipidus achten!

  • Verzögertes Aufwachen bei Pneumocephalus!

  • Postoperativ Normothermie für frühzeitige neurologische Beurteilung. Husten und Pressen vermeiden!

  • Vasogenes Hirnödem bei Tumoren: Dexametason 12-16 mg / d + Ulcus Prophylaxe

  • Ventrikeldrainage für den Transport schließen.

Komplikationen

Venöse Luftembolie bei sitzender Position mit vermindertem etCO₂ und erhöhtem paCO₂ .

Therapie: Cava im rechten Vorhof Luft absaugen, Flachlegen, chirurgischer Verschluss des offenen Gefäßes.

Lagerungsschäden

Kinn-Sternum 2-3 cm (sonst Überdehnung des Halsmarks und des Plexus brachialis), Flexion der Hüfte < 80° (Dehnung des N. ischiadicus und verminderter venöser Rückstrom), Nervenläsionen des N. ulnaris und N. peronaeus.